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Einfluss von Facebook, Twitter und Google+ auf die Medienlandschaft

Eine weitere großartige Präsentation von Holger Schmidt, FAZ Journalist und Blogger, über die Auswirkungen der sozialen Netzwerke auf die Medienbranche. Daraus lassen sich auch Schlüsse für die Veranstaltungs-, Kongress- und Messe-Industrie ziehen, denn die Veränderungen in der Mediennutzung betreffen unsere Kommunikationskanäle direkt.

Die Herausforderungen ähneln sich: 1. Treffen privater und unabhängiger Messeveranstalter in Mannheim, 20. Juli 2011

Private Messeveranstalter gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz in großer Zahl – aber anders als die großen “Dickschiffe” hatten diese Veranstalter bisher kaum Möglichkeiten, sich zu vernetzen und voneinander zu lernen. Sicher, es gibt Verbände, aber die sind entweder von den klassischen Messeplätzen dominiert oder sie umfassen auch andere Bereiche, so dass die Interessen der Veranstalter selbst nicht immer im Fokus stehen.

Für Initiator Alexander Petsch von Spring Messe Management war dies Grund genug, zum ersten Treffen privater und unabhängiger Messeveranstalter am 20. Juli in Mannheim einzuladen – und dieser Einladung sind rund 50 Inhaber, Marketing- und Vertriebsleiter von Messegesellschaften gefolgt. Die Teilnehmer des Treffens im Rosengarten Mannheim repräsentierten die beeindruckende Zahl von ca. 25.000 Ausstellern pro Jahr!

Das halbtägige Treffen in Mannheim hatte das klare Ziel, das Networking der Veranstalter untereinander zu ermöglichen und den Austausch über aktuelle Themen zu fördern. Denn auch wenn die Messethemen sehr unterschiedlich sind (von Jungdesignern über Immobilien bis hin zu Energieeffizienz), so sind doch die aktuellen Herausforderungen recht ähnlich.

(Fotos: Oksana Bezsmolna)

Nach einer Begrüßung durch Alexander Petsch und den Geschäftsführer des Rosengartens Michel Maugé erlebten die Teilnehmer eine beeindruckende Keynote des “Zeitmanagement-Gurus” Prof. Dr. Lothar Seiwert: Simplify your Time – Einfach Zeit haben.

Nach diesem Impulsreferat wurde die Diskussion im World Café Format fortgeführt. Dabei konnten sich die Teilnehmer vorab für verschiedene Round Table Diskussionen anmelden, die in drei Runden durchgeführt wurden.

  • Klonen von Veranstaltungen
  • Trends und Entwicklungen in der Veranstaltungsbranche
  • Entwicklung von Gemeinschaftsständen
  • Zusammenarbeit mit Messegeländen
  • Life Cycle einer Messe
  • Social Media: Facebook, Twitter und Co. für Messeveranstalter

Ich selbst hatte das Vergnügen, den Round Table “Social Media” zu moderieren. Es wurde deutlich, dass viele Veranstalter Nachholbedarf bei diesem Thema haben, unabhängig davon, ob sie bereits Social Media einsetzen oder gerade erst darüber nachdenken. Oftmals fehlt ein klares Konzept und ein Plan, welche Ressourcen man wie einsetzen möchte und welche Plattformen am besten geeignet sind. Einig waren sich jedoch die Teilnehmer, dass sich alle Veranstalter mit diesem Thema auseinandersetzen müssen – wie intensiv und wie schnell, hängt natürlich von der Branche und deren Affinität zu Social Media ab.

Nach den drei Runden präsentierten die Round Table Moderatoren die Ergebnisse der Diskussionen, und beim anschließenden Networking Dinner (mit toller musikalischer Begleitung durch Musiker der Popakademie Mannheim) wurden die Diskussionen noch vertieft.

Auf XING existiert die Gruppe Unabhängige Messeveranstalter D.A.CH – Independent fair & exhibition organizers (DACH region), die als Diskussionsplattform über das Treffen hinaus dient.

Google+: Wie wichtig ist das neue Social Network für Eventveranstalter?

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So wie Ihr wahrscheinlich auch habe ich in der letzten Zeit eine Reihe von Einladungen zu Google+ erhalten, also wollte ich das einmal ausprobieren und habe einen Account angelegt. Viele von uns haben ja bereits mindestens einen Google Account für irgendeinen Service. Jedenfalls war das Profil schnell erstellt, und dann habe ich mit den Funktionen von Google+ herumgespielt.

Schon nach kurzer Zeit wurde mir bewusst, welch ein Potenzial diese neue Plattform hat. Für uns als Event-, Konferenz- und Messemacher gibt es sofort 2 Dinge, die sich als Nutzen aufdrängen:

  • Das Circles Feature ist dafür geeignet, Freunde/Follower in verschiedene Kategorien einzuteilen. Daraufhin kann man Inhalte nur mit den relevanten “Circles” teilen und die anderen nicht mit irrelevanten Inhalten nerven. Das ist eine großartige Funktion, bei der man schnell das Potenzial erkennt.  Man könnte z.B. verschiedene Circles für verschiedene Konferenz- oder Messethemen anlegen. Leute in diese Circles zu bekommen und damit seine Verbreitung zu steigern ist vergleichbar mit Twitter. Man bekommt eine Benachrichtigung sobald einen jemand in einen Circle aufgenommen hat (man weiss aber nicht, was das für ein Circle ist), und kann dann entscheiden, ob man sie/ihn seinerseits in einen Circle aufnimmt.
  • Hangouts: Ich habe bereits Einsatzmöglichkeiten dieser Hangouts für Pressekonferenzen, Konzerte, Trainings gesehen… Es gibt eine ganze Menge weitere Möglichkeiten, wie man Hangouts einsetzen kann, z.B. für Aussteller-Briefings, Interviews/Webinars mit Konferenz-Sprechern etc.etc. Das ist wirklich ein großartiges Feature, das direkt in das Social Network eingebaut ist.

Wie bei Facebook und Twitter wird es nicht lange dauern, bis wir Apps sehen werden, die Google+ in verschiedenste Anwendungsgebiete integrieren.

Alles in allem glaube ich nicht, dass wir Facebook, Twitter, XING oder LinkedIn kurzfristig aufgeben sollten. Aber ich bin sicher dass Google+ sehr ernst zu nehmen ist und wir auf dieser Plattform aktiv sein sollten, zumal kurz- und mittelfristig eine Menge Aufmerksamkeit auf Google+ gelenkt werden wird.

Schaut Euch dieses lustige Video an, falls Ihr noch gar keine Vorstellung von Google+ habt:

Aktuelle Informationen über Google+ und Einsatzgebiete findet Ihr unter dem Twitter hashtag #googleplus.

Hier findet Ihr eine weitere interessante Einschätzung zum Potenzial von Google+.

Oh, und lasst es mich wissen, falls Ihr eine Einladung zu Google+ braucht! 🙂

Hier ist ein Link zu einer Mindmap, welche die wesentlichen Funktionen von Google+ darstellt:

http://www.mindmeister.com/maps/public_map_shell/103602816/google-plus-an-overview?width=600&height=400&zoom=0

Developing new markets, new audiences, new approaches: A recent presentation

The newspaper industry is in a period of transition. No stone has been left unturned, hence the worldwide industry body for this sector needs to change, too. At the recent Association Congress in London  I gave a presentation about the challenges that WAN-IFRA, the World Association of Newspapers and News Publishers currently faces and what we do to develop new markets, new audiences and new approaches for our events.

The session was recorded using a technology that combines slides with the speaker commentary, and as soon as this is online, I’ll update this post accordingly. I guess without the explanation, the slides are not so useful.

The Association Congress in London proved to be very helpful for an Association Manager like me. It gives you a lot of inspiration where the non-profit industry is heading, what are new trends, and it allows you to network and benchmark a lot with peers. Obviously, social media was one of the hottest topics there, and consequently there was quite a lot going on on Twitter around the Congress.

I also liked the way that technology was used to facilitate networking among the delegates. Damian Hutt, the Congress Director, implemented a networking device provided by the supplier SpotMe, which had a bunch of features to get in touch with other attending  peers. See the video below for more information about their devices. The only problem with this technology really is that you have to carry yet another device – on top of your mobile phone or tablet if you use such a device… And of course you have to learn how to use it, which is not necessarily self-explanatory.

The session where I was speaking was professionally facilitated by William Thomson – and he particularly put an emphasis on audience interaction. As a result, the session was really a conversation rather than just speaking to a crowd – the delegates obviously appreciated this format!

Next year, the Association Congress will take place at ACC Liverpool, 15-16 July 2012.

10 Tips: How to Attract Conference and Exhibition Sponsors

Well, if only this was an easy to answer question…

One thing is for sure: Getting sponsorship for conferences and trade shows has become a lot more difficult, with so many options that potential sponsors have, and so many organizers competing for sponsorship.

Very broadly speaking, there is a basic dilemma for event organizers and sponsors. When looking for sponsorship, the ORGANIZERS typically want

  • Money
  • As  easy as possible
  • Standardized
  • Apart from that: To be left alone by the sponsors when it comes to the event programming (speakers, sessions etc.)

The SPONSOR, on the other hand, typically asks for

  • Exclusivity
  • A say as regards content (speaking opps, featured topics, case studies)
  • Individual offers
  • Preferred treatment throughout the whole event

During my time in a sponsoring and PR agency, working for brands like Volkswagen and Deutsche Post, I have learned how important those points really are for sponsors. As a potential sponsor, you immediately put aside those requests where you feel that you get a copy-and-paste template and where the organizers have not thought one second about your branding and positioning requirements.content marketing for events

Okay then, what would be some recommendations how to approach potential sponsors? Some food for thought, in the sense of a checklist of things to bear in mind:

  1. When you present a sponsoring proposal to a potential candidate, ALWAYS put their logo on the pdf or ppt! And make sure you use the correct and current one.
  2. Describe the target audience of your event – but not on a generic level, but particularly to what extent it overlaps with the sponsor’s target groups.
  3. Check on their website if your potential sponsor supports other events, and of what nature those are. What can you learn from that? Is there a particular person, decision maker or department behind those sponsorships?
  4. What can you find out about the brand positioning and brand values of your target sponsor? What bit of that ties in with your event positioning? Try to create a storyline that combines your event objectives with your sponsor’s objectives.
  5. Be creative. Develop out-of-the box offers to differentiate from your competitors. Of course, that also implies some research about what your competitors are actually offering.
  6. Be inspired by what other organizers (beyond the horizon of your own industry) have offered. Take a look at the sponsoring offers of events like SXSW, Mobile World Congress, CES, and in particular the TED Conferences. For our World Newspaper Week in Vienna, October 2011, we have created a comprehensive scope of promotional opportunities.
  7. Create some low-budget options for newcomers to your industry. We offer a simple branding sponsorship at our conferences, which is a kind of premium participation fee. A sponsor gets an entrance ticket, their logo on the website, on site, and their brochure in the delegate bags. Nothing fancy, but a good money maker.
  8. Involving sponsors in the program: Well… Why don’t you rather offer the opportunity to let a customer of theirs do the talking? That is much more credible and has a higher impact for the sponsor, too.
  9. Be flexible. You should have a clearly formulated offer when you approach a candidate, but be flexible enough to tailor it to their demands.
  10. Post-Event: Send a Thank-you-letter after the event along with a documentation (pics, facts and figures etc.).

Here you’ll find some more useful resources about how to attract sponsorship:

Why don’t you share your success stories here?

15 Tipps für Konferenz- und Messeveranstalter, um mehr Twitter Follower zu gewinnen

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Twitter ist hervorragend geeignet, um deutlich mehr Traffic auf Eure Event-Website zu bringen und neue Zielgruppen anzusprechen, die Ihr über Eure bestehende Datenbank nicht erreicht. Voraussetzung dafür ist aber, systematisch neue und vor allem die richtigen Follower zu „sammeln“.

Wie kann ich das machen? Wenn ich noch nicht zehntausende von Followern auf Twitter habe, sollte ich grundsätzlich 4 Aktivitäten im Fokus haben:


Hier sind 15 nützliche Tipps speziell für Event-Veranstalter:

  1. Legt einen (möglichst kurzen und eindeutigen) Hashtag fest (z.B. #wnc11 für World Newspaper Congress 2011) und verwendet ihn in Euren Tweets, so dass alle Tweets über die Konferenz oder Messe verfolgt werden können.
  2. Teilt Euren Referenten in der Sprecher-Bestätigung Euren Twitternamen und den Hashtag mit und bittet sie, über ihre eigenen Social Media Kanäle auf ihren Vortrag hinzuweisen.
  3. Informiert die Teilnehmer im Bestätigungs-Schreiben über Twittername und Hashtag.
  4. Fragt bei der Registrierung den Twitter-Namen Eurer Konferenz-Teilnehmer ab und folgt diesen.
  5. Sucht die Twitter-Accounts Eurer Aussteller und Sponsoren bzw. fragt sie ab und folgt ihnen.
  6. Wer tweetet über Eure Aussteller und Sponsoren? Richtet eine entsprechende Twitter-Suche ein und folgt diesen Personen.
  7. Speichert eine Twitter-Suche nach den wichtigsten Keywords ab, mit denen sich Eure Messe oder Konferenz beschäftigt, und folgt den Leuten, die über diese Themen tweeten.
  8. Sucht die Twitter-Accounts Eurer wichtigsten Wettbewerbsveranstaltungen und folgt sowohl ihnen als auch den Followern dieser Veranstaltungen.
  9. Folgt den Twitter-Accounts Eurer wichtigsten (Fach-)Medienpartner und deren Follower.
  10. Achtung: Folgt nicht „blind“ irgendwelchen Accounts, sondern prüft über den Profiltext, ob sie für Eure Veranstaltung relevant sind (z.B. könnt Ihr Euch die 10.000 Accounts, die Euch erzählen, wie Ihr im Internet über Nacht reich werdet, gerne sparen…).
  11. Richtet auf Eurer Website einen Twitter-Monitor ein, um zu zeigen, was über die Messe/Konferenz getweetet wird (html code, kann über twitter.com einfach generiert werden). Dies motiviert Teilnehmer, Aussteller, Sponsoren und Medienpartner, ebenfalls aktiv zu werden.
  12. Stellt vor Ort eine Twitterwall auf, welche die Tweets zeigt (z.B. über Twitterfountain oder VisibleTweets). Hierfür braucht Ihr den Hashtag.
  13. Lasst den Moderator besonders interessante Tweets auf der Bühne verlesen.
  14. Zitiert besonders interessante Tweets in der Presse-Arbeit (z.B. Schlußbericht).
  15. Archiviert die Tweets über Eure Konferenz, um sie hinterher nochmals auswerten zu können oder direkt mit Twitter-Usern in Kontakt treten zu können (z.B. über Twapperkeeper).

Mit diesen systematischen Maßnahmen könnt Ihr Eure Präsenz und Verbreitung auf Twitter deutlich steigern, und das mit überschaubarem Aufwand.

Allerdings Vorsicht: Setzt Euch konkrete Ziele (z.B. wieviele Twitter-Follower Ihr generieren wollt) und plant Eure Ressourcen entsprechend, denn sonst kann es zu einem Fass ohne Boden werden.

Seid Euch auch bewusst, dass Twitter ein Dialog-Kanal und kein Werbemedium ist. Fokussiert Euch darauf, interessanten und relevanten Content zu teilen, und setzt direkte Werbebotschaften (z.B. „Buchen Sie jetzt Ihren Stand auf der XY!“) wenn überhaupt nur sehr dosiert ein. Eure Tweets müssen so interessant sein, dass andere Twitter-User diese Botschaften weitertragen, erst dann kommt der Netzwerk-Effekt von Twitter voll zum Tragen.

Slide Sharing: Gut oder schlecht für Kongress-Veranstalter?

English Version

Wir führen derzeit eine Diskussion in unserer Organisation, die einigen von Euch bekannt vorkommen könnte: Wollen wir die Präsentationen, die auf unseren Konferenzen gehalten wurden, für jeden offen zugänglich machen oder den Zugang beschränken?

Auf der einen Seite verlangen wir durchaus eine Menge Geld für die Konferenzteilnahme, daher haben wir bisher die Präsentationen mit einem Passwort geschützt und auf der Website zum Download angeboten – allerdings nur für Konferenzteilnehmer. Es war eine zusätzliche Rechtfertigung des Beteiligungspreises.

Auf der anderen Seite wächst die Relevanz einer Konferenz wenn die Inhalte verbreitet werden und über soziale Netze geteilt werden. Dies hilft natürlich enorm bei der Vermarktung der nächsten Konferenz – vorausgesetzt, man hat guten Content. Wahrscheinlich wird auch kein potenzieller Besucher von einer Teilnahme abgehalten, nur weil die Präsentationen heruntergeladen werden können, ohne dass man teilnimmt.

Ich würde gern erfahren, was Eure Meinung hierüber ist. Wie handhabt Ihr das? Verkauft Ihr die Präsentationen? Produziert Ihr ein Buch oder stellt die Präsentationen online? Verwendet Ihr einen Slidesharing Dienst?

Hier findet Ihr eine Liste von Slide Sharing Services, die alle verschiedene Social Media Funktionalitäten bieten:

DocStoc

Helium

Scribd

Slideshare

Für Konferenzveranstalter besonders interessant ist Slidepresenter.com, ein Service, der von einer Firma aus Frankfurt am Main angeboten wird.  Er kombiniert Video mit den Slides, man kann die Präsentationen so auf der Website einbetten, social bookmarking und sharing ist direkt möglich, und man kann sogar eine eingebaute Shop-Lösung nutzen, um die Präsentationen zu verkaufen. Klickt auf das Bild unten um einen Eindruck von den Möglichkeiten zu erhalten.

Das Besondere an diesem Service ist, dass es recht einfach ist, sowohl Video als auch die Slides hochzuladen und zu synchronisieren. Man kann innerhalb der Präsentationen springen, und das Video springt automatisch an die richtige Stelle. Eine einfache und kostengünstige Lösung, um Präsentationen und die Sprecher professionell im Web darzustellen.

Man kann entweder die Web-Plattform nutzen um Videos und Slides selbst hochzuladen und zu synchronisieren. Die Firma bietet aber auch einen Komplett-Service an, der auch die Videoproduktion beinhaltet.

Einen ähnlichen Service bietet die Lösung EventCast.